Am 25. Februar 1904 meldete Adam Bojer
geboren am 27.Februar 1851 die Schankwirtschaft im Wohnhaus Erpetshof Nr. 9 an
der Staatsstrasse 2166 an. Mit Kaufvertrag vom 13.Mai 1902 erwarb der in
Zeßmannsrieth wohnhafte Adam Bojer das Anwesen von Josef und Anna Wittmann die
vorher 6 Jahre Eigentümer waren. Als Adam Bojer die Gaststätte erstmals
eröffnete war er bereits Witwer, da seine am 5. Oktober geborene Ehefrau
Margarete eine geborene Götz am 9. April 1899 bereits verstorben war.
Bereits 9 Jahre später , am 22. Juli 1911,
übergab Adam Bojer, immer noch in Zeßmannsrieth wohnhaft, das Anwesen mitsamt
der Schankwirtschaft an seinen noch ledigen Sohn Georg Bojer, geboren am 21.
März 1878, der aber bereits im Haus Erpetshof 9 wohnhaft war. Georg Bojer
heiratete noch im Jahr der Übernahme am 9. Oktober 1911, Anna Kick aus
Michldorf, die knapp 4 Jahre nach dem Tode des Ehemanns Georg, der am 28.
Oktober 1948 verstorben ist, das Anwesen am 29. April 1952 an Sohn Josef Bojer,
geboren am 28. Juli 1919, übergab.
Dieser heiratete am 11. August 1956 Maria
Schottenheim, die am 29. März 1935 in Zeinried an der Ostmarkstrasse geboren
wurde. Josef Bojer senior verstarb am 27. März 1985 im Alter von nur 66 Jahren.
Bereits zwei Jahre vor dessen Tod hatte der
jetzige Inhaber, Josef Bojer, geboren am 28. Mai 1960, als 22jähriger die
Gaststätte übernommen und am 24. Oktober 1992 Sonja Kick, geboren am 6. Juli
1970, geheiratet. "Richtiger Eigentümer" aber wurde Josef Bojer der
den "Zirlwirt" nun mehr in der vierten Generation weiterführt, erst
1993, nachdem "Senior Chefin" Maria Bojer das landwirtschaftliche
Anwesen samt Gaststätte am 27. Januar 1993 übergeben hatte.
So wie die Eigentümer und Betreiber im Laufe
der vergangenen Jahrhunderte wechselten, so war auch das Gebäude mit Umbauten
in den Jahren 1922, 1958 und 1978 immer wieder Veränderungen unterworfen. Mit
der wohl größten Umbaumaßnahme 1976 stieg die damalige Wirtsfamilie mit der
Schaffung von Fremdenzimmern in das Beherbergungsgewerbe ein und trug damit zur
Belebung des Fremdenverkehrs in der Großgemeinde Vohenstrauß bei. Seitdem darf
der Betrieb auch die Bezeichnung "Gasthof" führen, der seit
Jahrzehnten vor allem für seine Spezialität, den Spanferkelbraten mit Knödel
weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist. Im Jahre 1989 wurde dem
Betrieb noch eine Metzgerei, vor allem für Schlachtungen zur Eigenverwertung in
der Gaststätte, angegliedert. Die letzte Baumaßnahme war dann die Errichtung
des Biergartens, der in den Sommermonaten nicht nur von Urlaubsgästen stark
frequentiert wird.
War anfangs die Brauerei Eckl aus Roggenstein, die später in die Brauerei Wolf überging, bis zum Jahre 1944 der Getränkelieferant des "Zirlwirts", so übernahm anschließend die Rolle des Haus- und Hoflieferanten die Schlossbrauerei Waldau, die am 30. Juni 1974 für immer die Pforten schloss. Seit dem 1. Juni 1974 kommen beim Zirlwirt die Biere der Kulmbacher Reichelbräu zum Ausschank.
Letzte Änderung 27.06.2004